Hildesheim, 10.03.2014

Ein Wochenende mit 150 Stunden

Zwei Lehrgänge und ein Sanitätsdienst - Arbeitsreiches Wochenende


Teilnehmer "Leiten und Führen von Gruppen"

Teilnehmer "PSNV"

"Hildesheim tanzzzzt"

Eigentlich hatten sie sich das Wochenende anders vorgestellt: Nicole Meyer und Jonas Eichhorn wollten den Sanitätsdienst bei Hildesheim tanzzzt übernehmen und Felix Heuchert sich seinem Studium widmen. Aber am Donnerstag kam die Mitteilung vom Landesverband aus Hannover, dass die drei einen Lehrgangsplatz in Bad Pyrmont an der Landesschule bekommen konnten. Denn diese drei sollen eine Gruppenführer-Ausbildung erhalten.

Zugführer Oliver Ortlepp begann zu telefonieren, schrieb eMails. Die Kollegen, die für sie einspringen konnten, waren bald gefunden. Die drei konnten am Samstag früh nach Bad Pyrmont aufbrechen.

Viel mehr Zeit zur Vorbereitung hatten die drei Mitgliederinnen, die zeitgleich einen Lehrgang in psychosozialer Notfallversorgung in Alfeld absolvierten. Seit langem war der Lehrgang geplant und sie konnten ganz entspannt Richtung Alfeld fahren.

Zwischen den Lehrgängen war noch eine Tanzveranstaltung in der Halle 39, wo vier Sanitäter im Einsatz waren, die ja auch zum Teil sehr kurzfristig eingesprungen waren.

Insgesamt haben die 10 Rotkreuzmitglieder über 150 Stunden für das Rote Kreuz ehrenamtlich gearbeitet.

Da so ein Wochenende nicht alltäglich ist, lesen Sie hier anschließend die einzelnen Berichte.

Unser Weg zum Gruppenführer

Lehrgang: „Leiten und Führen von Gruppen“

Vom 8. bis zum 9. März 2014 fand in Bad Pyrmont an der Landesschule der Lehrgang „Leiten und Führen von Gruppen“ statt, den drei Mitglieder der Bereitschaften besuchten. 

In diesem Lehrgang ging es darum, erste Grundlagen zu erlernen, um eine Gruppe in der Bereitschaft nicht nur zu führen sondern auch Problem und Konflikte zu sehen und zu lösen.

An diesem Lehrgang haben insgesamt 15 Personen teilgenommen, die alle aus unterschiedlichen Bereitschaften in Niedersachsen kamen. Dabei waren Helferinnen und Helfer aus Hameln-Pyrmont, Peine, Ostfriesland und natürlich Hildesheim.

Bei guter Laune, gutem Essen viel Spaß besonders in den Abendstunden und natürlich gutem Wetter, erlernten sie die ganzen Grundlagen anhand vieler Fallbeispiele und anschaulichem Unterricht.

Am Ende haben alle Bereitschaftsmitglieder diesen Lehrgang erfolgreich abgeschlossen und viele Eindrücke mitnehmen können. Dabei erfuhren sie,  wie es in anderen Bereitschaften läuft und wie dort gearbeitet wird. Nicole Meyer, Felix Heuchert und Jonas Eichhorn freuen sich schon auf den nächsten Lehrgang auf ihrem Weg zum Gruppenführer.

Psychosoziale Notfallversorgung

Lehrgang im KV Alfeld

Drei Helferinnen der Bereitschaften besuchten vom 8. bis 9. März 2014 im Kreisverband Alfeld den Lehrgang „Psychosoziale Notfallversorgung“ (PSNV). 

Die insgesamt 16 Teilnehmer aus den Kreisverbänden Alfeld, Hildesheim -  Marienburg und natürlich Hildesheim lernten viel über Kommunikation, aktives Zuhören, Grundlagen der Psychotraumatologie, psychiatrische Notfälle, Stressreaktionen aber auch die eigene Psychohygiene und vieles mehr. 

Trotz des ersten schönen Frühlingswochenendes lernten die Bereitschaftsmitglieder unermüdlich, übten in Fallbeispielen und führten Gruppenarbeiten aus.

Dieser Lehrgang ist der erste in der Hildesheimer Region. Lisa Hanke, Gaby Reider und Ute Stillahn freuen sich, die ersten Bereitschaftsmitgliederinnen aus Hildesheim zu sein, diesen Lehrgang absolvieren durften. 

Sanitätsdienst bei „Hildesheim tanzzzt“

Samstagabend, beste Partystimmung. 2000 Menschen vergnügen sich zu lauter Musik. Die Stimmung steigt, ist auf dem Höhepunkt. Die Menschen haben ihren Spaß. Es wird viel Alkohol getrunken. Vier Mitglieder des Einsatzzuges stehen am Rand und schauen, dass es allen gut geht.

Bei vielen Veranstaltungen stehen die Frauen und Männer vom Deutschen Roten Kreuz in Hildesheim bereit um zu helfen. Oft ist es nur ein Pflaster das sie verteilen müssen, manchmal hat jemand Kreislaufprobleme. Ganz selten müssen Sie die Folgen von Schlägereien versorgen und den Rettungsdienst alarmieren wie in dieser Nacht. Aber die Helferinnen und Helfer sind fit, beherrschen alle notwendigen Handgriffe und spenden, wenn es sein muss, auch den nötigen Trost. 

Der Sanitätsdienst bei der Tanzveranstaltung dauerte die ganze Nacht. Es ist schon einige Zeit hell, als Anna Claussen, Andreas Herfurth, Süleyman Ersu und Lukas Babilon endlich in ihre Betten gehen.