Hildesheim, 16.12.2013

Vom Laster zum Einsatzfahrzeug


Fotos: O. Ortlepp, L. Babilon, H. Stillahn

Der Umbau der neuen Gerätewagen Technik und Sanität

Der Entschluss war gefasst. Ein neuer LKW für die Gruppe „Technik und Sicherheit“ sollte her. Kreisbereitschaftsleitung und Zugführung hielten in diversen Autohäusern Ausschau.

In Bitterfeld wurden sie fündig. Ein 3 Jahre alter VW Crafter mit Doppelkabine und Ladebordwand und in der richtigen Tonnage stand zum Verkauf. Zum Glück zeigte der Tacho auch noch nicht so viele Kilometer.

Drei Mitglieder des Einsatzzuges fuhren nach Bitterfeld um das Angebot zu prüfen. Dort entdeckten sie ein baugleiches weiteres Fahrzeug.

Wieder in Hildesheim rechneten die beiden Herren der Kreisbereitschaftsleitung. Sind die Fahrzeuge wirklich geeignet, reichen die Rücklagen, ist es möglich sogar beide LKWs zu kaufen, können sie einen guten Preis aushandeln? Sie konnten. Das Autohaus kam den Rotkreuzmännern entgegen und sie schmiedeten einen Plan. 

Gekauft wurden wirklich beide LKWs und den zweiten bekam die Sanitätsgruppe. Ihr „Alter“ LKW sollte zwar erst in 2 Jahren ausgetauscht werden, aber diese Gelegenheit eines baugleichen Fahrzeuges war zu günstig. 

Aber die beiden Männer hielten es geheim. Ein paar Mitglieder des Einsatzzuges wussten, dass es einen neuen LKW geben würde, aber vom zweiten ahnte niemand etwas. 

Dann kam der Tag der Abholung aus Bitterfeld. Ganz heimlich stellten die zwei Männer die LKWs in die Garage. Am nächsten Tag war ein Frühstück aller Mitglieder des Einsatzzuges geplant. Die Helferinnen und Helfer waren sehr erstaunt, als sie die 2 gleich aussehenden Fahrzeuge sahen. Sie bestaunten die Fahrzeuge gebührend.

Nach dem Staunen begannen die Arbeiten. Die Helfer montierten die Windabweiser ab bauten Blaulichter an, die Umfeldbeleuchtung, Arbeitsscheinwerfer, Funkgeräte usw. ein. Nebenbei planten die Gruppen die Inneneinrichtung.

Das Material der Gruppen „Technik und Sicherheit“ wurde zum größten Teil in Kisten auf Regalen übersichtlich verstaut. Die Sanitätsgruppe setzt auf Rollcontainer und nur in geringem Maß auf Regale.

Nach über zwei Monaten waren die Arbeiten so weit abgeschlossen, dass die LKWs beschriftet werden konnten.

Die beiden Gruppen können stolz sein, die am besten aussehenden und jüngsten Fahrzeuge des Einsatzzuges zu haben.

Zu erwähnen wäre noch was der Ausbau alles benötigte.   

  • 2 Blaulichtbalken
  • 2 einzelne Blaulichter
  • 4 Funkgeräte, Antennen und Bedienteilen
  • 4 Umfeldbeleuchtungen
  • 2 Scheinwerfer
  • 500 Meter Kabel
  • Unmengen an Kleinmaterial
  • weit über 300 unbezahlbare ehrenamtliche Arbeitsstunden

Allen, die am Ausbau beteiligt waren, sei herzlichst gedankt.