Rettungshundestaffel

Warum kehrt ein Mensch nicht nach Hause zurück?

  • er hat sich verirrt, findet nicht zurück
  • er ist verletzt, braucht Hilfe
  • er hat Selbstmord-Gedanken
  • und viele andere Gründe

Hier können DRK-Rettungshunde die Suchkräfte entscheidend entlasten. Der Mensch ist bei der Suche auf seine Augen angewiesen und somit gerade in der Dunkelheit trotz Beleuchtung nur bedingt einsetzbar. Der Hund ist dem Menschen durch seine Nase absolut überlegen.

Ein Beispiel: Stellen sie sich nur einmal vor, wie viele Helfer notwendig wären, in der Nacht eine Tannenschonung von 50 x 100 Meter auf den Knien kriechend abzusuchen - und wie lange sie dafür bräuchten.

Zwei Rettungshundeteams erledigen diese Aufgabe innerhalb von ca. 4 Minuten. Die Hunde suchen freilaufend, so dass Böschungen, Dickichte, Bäche etc. für sie keine Hindernisse darstellen. Ihre körperlichen Fähigkeiten können sie hier voll einsetzen. Spezielle Suchtaktiken führen zudem dazu, dass ein bestimmtes Gebiet sehr schnell und zuverlässig abgesucht werden kann. Selbstverständlich haben Rettungshunde keinen ausgeprägten Jagdtrieb und ignorieren während der Suche jeglichen Wildkontakt.

In ihrer zweijährigen Ausbildung, haben Rettungshunde gelernt, dass „Menschen finden“ für sie immer positiv ist. Aufgrund ihres ausgeprägten Geruchssinnes sind sie in der Lage, einen Vermissten bereits auf mehrere hundert Meter Entfernung zu riechen - unabhängig von der Geländebeschaffenheit, der Tages- oder Nachtzeit und der Witterung.

Hat der Hund einen Vermissten gefunden, bleibt er beim ihm und zeigt dies durch ausdauerndes Bellen an. Dies ist notwendig, da der Hund frei sucht und der Hundeführer nicht direkt bei seinem Hund ist. Er findet durch das Bellen seines Hundes zum Vermissten
Bei der gefundenen Person verhält sich der Hund passiv. Er bedrängt sie nicht und bleibt auch in gebührendem Abstand.

Der Rettungshundeführer hat neben der Suche die Aufgabe, die Funkverbindung mit der Einsatzleitung zu halten, sich mit Karte und Kompass im Gelände zu orientieren, das Suchgelände einzuteilen, die Suche mit den anderen Rettungshundeführern zu koordinieren und der gefundene Person in Zusammenarbeit mit dem begleitenden Sanitäter ggf. Erste Hilfe zu leisten.

Rettungshundeteams sind somit in der Lage, die erforderliche Suchzeit entscheidend zu verkürzen, indem sie vorrangig schwer zugängliche Gebiete absuchen oder gerade nachts auf ihren Einsatz zurückgegriffen wird.

Weiterhin können die Rettungshunde ausgebildet werden, Menschen in Trümmern z.B. nach Gebäudeeinstürzen zu finden. Einige Hunde haben des Weiteren eine Ausbildung in der Wassersuche und somit in der Lage, Ertrunkene zu finden.

Der hohe Standard der Rettungshundearbeit wird durch jährlich zu wiederholende Prüfungen sichergestellt. Bei der Suche werden nur geprüfte Teams eingesetzt.

Die DRK-Rettungshundestaffeln arbeiten ehrenamtlich. Ihr Einsatz ist grundsätzlich kostenfrei.

Für den Bereich Hildesheim ist die DRK-Rettungshundestaffel Peine zuständig, wo auch die Hildesheimer Rettungshundeführer trainieren und gemeinsam mit der Staffel zum Einsatz kommen.

Fotos: M. Wirries, U. Stillahn